Diagnose und Labor
Die Diagnose orientiert sich an den genannten Klassifikationskriterien und dem Ergebnis einer differenzierten Diagnostik (siehe auch mögliche Erkrankungen bei sekundärer FM). Die Ergebnisse üblicher Laboruntersuchungen von beispielsweise C-reaktivem Protein, Rheuma- und antinukleären Faktoren, Leber- und Nierenwerten, Elektrolyten etc. zeigen bei primärer FM keine auffälligen Werte.
Häufig finden sich jedoch ein erniedrigter Serotoninspiegel sowie das Hormon Kalzitonin und das
Wachstumshormon Somatomedin C im Serum. Desweiteren liegen in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit häufig Substanz P und der Nerve-Growth-Factor erhöht vor. Letzterer ist für die Entwicklung und das Überleben bestimmter Gehirnzellen essentiell.
Über funktionelle Kernspintomographie und Positronenemissionstomographie lassen sich Areale verstärkter Hirndurchblutung durch erhöhten Einstrom von Schmerzimpulsen in die schmerzverarbeitenden Zentren erkennen. Auch Areale reduzierter
Durchblutung, wie beispielsweise im Frontalbereich, was möglicherweise die Konzentrationsschwäche der Fibromyalgie-Patienten erklärbar macht, können bestimmt werden. Neurometeruntersuchungen
und EEG-Messungen zum Nachweis einer Hyperalgesie (erhöhte Schmerzempfindlichkeit) werden bisher in der Fibromyalgie-Diagnostik kaum angewendet.



