Therapie
Die Beschwerden des FMS entwickeln sich über Jahre und basieren auf den unterschiedlichsten Ursachen, so dass die Therapie vielseitig und der Therapiezeitraum sehr weiträumig anzulegen ist. Spontane Heilungsprozesse sollten daher vom Patienten und dem behandelnden Arzt/Heilpraktiker nicht erwartet werden. Die Behandlung ist beschwerde- und symptomorientiert. Eine ausführliche Ermittlung der Krankenvorgeschichte ist unerläßlich, um geeignete Therapieansätze festzulegen. Hier könnten im
Vordergrund stehen:
Soziale Therapie
Aufklärung von Patienten und deren sozialem Umfeld, insbesondere über die Krankheitszusammenhänge einer Fibromyalgie, wie beispielsweise Ängste, Überforderungen oder perfektionistische Grundeinstellung.
Stressabbau
Identifikation und Bewußtmachung von Stressfaktoren und deren Beseitigung oder Minderung. Entspannungstechniken und kognitive psychologische Verfahren zum Stressabbau und zur Senkung des Muskeltonus. Positive Empfindungen wie Freude wahrnehmen und wieder empfinden mittels Wohlfühltraining. Konflikt- und Durchsetzungsfähigkeit trainieren. An der Steigerung des Selbstwertgefühls arbeiten.
Körperliche Stärkung
Schonende körperliche Stärkung, z.B. zur Stabilisierung degenerierter Wirbelsäulenmuskulatur. Bei Fehlstatiken der Wirbelsäule empfiehlt sich eine Physiotherapie u.a. mit Massagen, Dehnübungen und manueller Lymphdrainage.
Ernährungsumstellung – basenreiche Ernährung
Fibromyalgie-Patienten sollten auf eine lacto-vegetabile bzw. arachidonsäurearme Ernährung achten. Allgemein ernähren sich die Menschen aber sehr oft zu sauer und zu proteinreich. Ein daraus resultierender saurer Muskelstoffwechsel kann weitere Muskelverkrampfungen fördern. Deshalb ist es wichtig, auf säurebildende Lebensmittel, wie beispielsweise Schweinefleisch, aber auch Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten zu verzichten, um eine weitere Übersäuerung des Muskelgewebes zu verhindern.
Lesen Sie hierzu weiter unter dem Punkt Ernährungshinweise zum Fibromyalgie-Syndrom.



